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Mittwoch
21 Januar 2004
Im aktuellen Heft
Leser berichten : Erlebte Retteröffnungen
Ernste Zwischenfälle, glückliche Folgen
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Als Reaktion auf unser großes GLEITSCHIRM- Spezial "Zweite Chance" haben uns mehrere Leser ihre Erlebnisse bei Rettungsöffnungen im Ernstfall geschildert. In GLEITSCHIRM Ausgabe 1/2 2004 lesen Sie die detaillierten Erlebnisberichte von sieben Piloten. In allen Fällen blieben die Gleitschirmflieger unversehrt, und selbst die Flugausrüstungen nahmen keinen oder nur geringen Schaden.
Einige der "Verunfallten" ziehen ihr eigenes Fazit und stellen fest, daß die Kappe ohne gewisse Pilotenfehler gar nicht bis zum Zwischenfall gekommen wäre. Und : Ein Teil der Schirmstörungen hätte bei entsprechender Pilotenreaktion vermutlich auch ohne Rettungsöffnung beendet werden können. Doch die Piloten haben sich im Zweifelsfall für die Rettung entschieden und damit auch richtig verhalten. Das Ergebnis gibt ihnen allen Recht und beweist, daß Retter wirklich retten : Alle Piloten sind unversehrt auf den Boden zurückgekommen und fliegen auch heute noch !
Karl-Heinz Seidl berichtet zum Beispiel : "Seit 1989 fliege ich Gleitschirm und das ziemlich regelmäßig. Bis heute hatte ich zwei Rettungsschirmöffnungen. Die erste war 1994. Am 7. September gegen 11 Uhr startete ich in Fiesch vom Startplatz Galvera. Der Wind stand mit ungefähr 12 km/h aus Südost an. Der Himmel war bedeckt, trotzdem ging es nach dem Start mit 3 m/s nach oben. Mehrfach wurde mir dabei der Gleitschirm zerlegt. Nachdem ich weit genug vom Berg weggeflogen war, fing ich an zu spiralen. Der Höhenverlust war noch nicht groß genug , so daß ich eine zweite Spirale flog. Die nachfolgende Ausleitung muß ich wohl zu schnell gemacht haben. Der Schirm stieg, drehte negativ und twistete ein. Da ich nur noch 100m über Grund war, zog ich den Rettungsschirm. Unter mir sah ich nur Tannenwald und dazwischen mal eine kleine Grünfläche. Die Rettung öffnete sich und schon krachte ich durch einen Busch und stand im Steilhang auf einer Wiese, unbeschadet. Ein paar Leinen des Gleitschirms und der Rettung hatten sich im Busch verfangen.
Die zweite Rettungsschirmöffnung war am 31.Juli 2000 in Bassano. Bei leichtem Nordföhn zerlegte es mir in knapp 1.400m Höhe den Gleitschirm gleich mehrmals hintereinander. Nachdem sich der Gleitschirm wieder geöffnet hatte, war auf der rechten Seite ein Verhänger. Der Schirm drehte sofort negativ. Da das letzte Sicherheitstraining schon mehrere Jahre zurücklag und der Schirm eine rasante Fahrt aufnahm, traute ich mich nicht, den Gleitschirm zu stallen. Ich dachte nur, bevor dir die Sinne schwinden, wirf die Rettung...
Lesen Sie den kompletten Text dieser Schilderung und die erstaunlichen Berichte von sechs weiteren Piloten im aktuellen GLEITSCHIRM 1/2 2004. Die Ausgabe ist noch bis 12. Februar 2004 im Zeitschriftenhandel erhältlich.
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